LEICA M-Objektive an der NIKON Z7

Praxisbericht: LEICA M-Objektive an der NIKON Z7

Praxistest und Erfahrungsbericht: 4 LEICA M und ZEISS ZM Objektive an der NIKON Z7, Foto: bonnescape.de

Kann man LEICA- und ZEISS-Objektive mit M-Anschluss, die eigentlich für Messsucher-Kameras gedacht sind, an die neuen spiegellosen Kameras von NIKON adaptieren? Und macht das überhaupt Sinn? Immerhin steht für die Kameras der Z-Serie eine große Auswahl von Z- und F-Objektiven zur Verfügung. Antworten dazu liefert der folgende Erfahrungsbericht:

M-Objektive adaptieren

Soviel vorweg: Ja, das geht. Das geringe Auflagemaß von NIKON's Z-Kameras erleichtert die Adaptierung von Fremdobjektiven und da ist es keine Überraschung, dass Hersteller wie NOVOFLEX und diverse Anbieter aus Fernost bereits passende Adapter dafür anbieten. Auch für das M-Bajonett, mit einer rein mechanischen Verbindung zur Kamera. Logisch, M-Objektive sind ja ebenfalls frei von Elektronik. Ich habe vor einiger Zeit einen preiswerten Adapter der Marke OCAMO erstanden, der kameraseitig gut passt und offensichtlich auch die richtige Bautiefe hat. Jedenfalls fokussieren die M-Objektive damit beim Anschlag des Entfernungsrings präzise auf Unendlich. Weniger gut gelöst ist die objektivseitige Verriegelung, bei der man Kraft aufwenden muss, um das angesetzte Objektiv wieder zu befreien. Das kann aber auch ein Vorteil sein. Jedenfalls kann ich mir kaum vorstellen, dass sich da mal was selbstständig macht und Richtung Schwerkraft verabschiedet. Nutzt man die Objektive nur an der Z, könnte man für wenig Geld jedes Objektiv mit einem eigenen Adapter ausstatten und diesen einfach dran lassen. Dann fehlt nur noch ein passender Objektivdeckel, den man aber auch sehr preiswert bekommt.

Praxistest ZEISS ZM und LEICA M Objektive an der NIKON Z7 Z6, Ocamo-Adapterring. Foto bonnescape.de

Oben: Der OCAMO-Adapter L/M-Nik Z schafft eine stabile Verbindung zwischen M-Objektiv und NIKON Z. Das Öffnen der Verriegelung mit dem zylinderförmigen Knöpfchen ist allerdings zu schwergängig.

MF versus AF?

Nein, die Diskussion "Manuelles Scharfstellen gegen Autofokus" möchte ich hier nicht führen. Ich setze beide Methoden sehr gerne ein und beide haben ihre Vorteile. Viel interessanter ist die Überlegung, warum man M-Objektive adaptieren sollte, wenn man mit dem elektronisch unterstützten FTZ-Adapter von NIKON doch Zugriff auf derart viele F-Objektive hat, sowohl mit Autofokus als auch solche mit manueller Scharfstellung.

Dass eine Adaptierung von M-Objektiven im Hinblick auf die Bildqualität Sinn macht, werden wir unten bei den Praxisbeispielen sehen. Zunächst machen aber Größe und Gewicht einen Unterschied. Meine M-Objektive sind deutlich kompakter gebaut, passen damit gut zu den geringeren Abmessungen der spiegellosen Kamera und verlagern den Schwerpunkt nicht so weit nach vorn wie ein Konstrukt aus FTZ-Adapter und NIKON-Objektiv. Der ergonomisch ausgeformte Handgriff der Kamera gibt mir einen sicheren Grip mit der rechten Hand. Das erleichtert das manuelle Fokussieren mit der linken Hand. Zumal, wenn der Fokussierring schmal ist und der Drehweg lang, wie es bei M-Objektiven häufig der Fall ist. 

Manuelles Scharfstellen mit der Z7

Das manuelle Scharfstellen empfinde ich mit der Z7 als Vergnügen. Darüber habe ich in Verbindung mit den PC-E Nikkoren ja schon in meinem Test berichtet. Das brillante, hochauflösende Sucherbild hilft beim Fokussieren und mit Zuschalten der Lupenansicht, die ich auf die ergonomisch günstig positionierte AF-ON-Taste gelegt habe, ist ein sehr präzises Arbeiten möglich. Die Lupe kann im Menü auf 50%, 100% oder 200% Vergrößerung voreingestellt werden und springt immer da hin, wo sich das AF-Messfeld gerade befindet. Also ist es möglich, den schärferelevanten Bildbereich vorzuwählen. Zusätzlich kann man in der Lupenansicht mit den Pfeiltasten durch das Bild wandern, wobei der aktuelle Ausschnitt in einer eingeblendeten Miniaturansicht angezeigt wird, damit man sich besser zurechtfindet. Für diejenigen unter euch, die gerne mit Focus Peaking arbeiten, stellt die Z7 per Menüauswahl auch die farbige Überlagerung der im Schärfebereich befindlichen Konturen zur Verfügung. 

Der lange Fokussierweg unterstützt ein präzises Scharfstellen bei statischen Motiven. Allerdings kommt man mit M-Objektiven generell weniger nah ran ans Motiv. Die Naheinstellung ist begrenzt, weil Messsucherkameras, für die diese Objektive gebaut werden, aufgrund der Parallaxe das Bildfeld bei Nahaufnahmen nur begrenzt im Sucher anzeigen können. Bei meinen Architektur- und Landschaftsfotos ist der fehlende Nahbereich keine Beeinträchtigung.

M-Objektive haben keine Springblende, daher kann man zur Kontrolle der Schärfentiefe nicht mal eben mit einem Tastendruck auf- oder abblenden. Allerdings gleichen Kameramonitor und Sucher den Helligkeitsverlust beim Abblenden des Objektivs aus. Die Bildwiedergabe ist also immer gleich hell (Ist sie in der Praxis nicht immer, aber im Prinzip schon ;-) ). Also habe ich nur bei diffizilen Scharfstellaufgaben oder bei wenig Licht Veranlassung, zwischen offener Blende und Arbeitsblende hin- und her zu wechseln. Das geht dann durch Drehen des Blendenrings. 

Bildstabilisierung mit M-Objektiven

Die Bildstabilisierung der Z7 verlangt eine Identifizierung des jeweils montierten Objektivs, um tätig werden zu können. Natürlich kann man auch ohne Anmeldung des Objektivs fotografieren, nur dann eben ohne Bildstabilisierung. Da M-Objektive nicht automatisch erkannt werden, kann man im Kameramenü aus einer langen Liste häufig verwendete Kombinationen aus Lichtstärke und Brennweite vorwählen und diese mit Schnellauswahlpositionen verknüpfen. Nicht jede denkbare Brennweite ist exakt vorhanden. Ich habe aber keinen Nachteil dabei entdecken können, dann den nächst passenden Wert auszuwählen (z.B. 100 mm statt 90 mm oder 20 mm statt 21 mm). Den Zugriff auf die Schnellauswahl habe ich mir auf die Funktionstaste Fn2 gelegt, so dass ich mit dem hinteren Einstellrad die Eckdaten des angesetzten Objektivs anwählen kann. Nach den Erfahrungen mit unkodierten Objektiven an meiner LEICA M9 empfinde ich das als ausgesprochen komfortabel. Schade ist nur, dass die Z7 die eingestellte Objektivinformation offenbar nur für die VR-Konfiguration nutzt, aber nicht in die Bild-Metadaten schreibt. So hat man später in LIGHTROOM nur seine Erinnerung, was bei der einen oder anderen Aufnahme für ein Objektiv auf der Kamera war.

Bildbeispiele mit M-Objektiven

NIKON Z7 mit ZEISS Biogon ZM 21 mm 1: 2,8 

Gewähltes Kameraprofil für Objektive ohne CPU: 20 mm / F 2,8

Naheinstellung möglich bis 50 cm

Praxistest ZEISS Biogon ZM 21 mm 1: 2,8 Objektiv an der NIKON Z7 Z6, Ocamo-Adapterring. Foto bonnescape.de
Innenaufnahme Ausstellungsraum: NIKON Z7 mit ZEISS Biogon ZM 21 mm 1: 2,8 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/50 Sek., ISO 1600, Foto: bonnescape.de

Oben: Ausstellungsraum, NIKON Z7 mit ZEISS Biogon ZM 21 mm 1: 2,8 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/50 Sek., ISO 1600, Beschnitt oben und unten. Der Einsatz eines Stativs war hier nicht möglich, so dass ich den ISO-Wert heraufgesetzt habe, um Verwacklung zu vermeiden. Allerdings produziert die Z7 oberhalb von ISO 800 deutliches Bildrauschen, was man selbst in der verkleinerten Abbildung noch wahrnimmt. Die Bildschärfe ist in der Mitte ok, lässt aber zu den Ecken hin nach. Die leicht tonnenförmige Verzeichnung war bei diesem Motiv störend, so dass ich sie mit LIGHTROOM ausgeglichen habe. Rand- und Eckenabdunklung sind bei dem 21er ausgeprägt. Auch hier musste ich bei der Nachbearbeitung etwas gegensteuern. 

Treppenhaus, NIKON Z7 mit ZEISS Biogon ZM 21 mm 1: 2,8 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/80 Sek., ISO 100

Oben: Treppenhaus, NIKON Z7 mit ZEISS Biogon ZM 21 mm 1: 2,8 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/80 Sek., ISO 100, Beschnitt oben und unten. Die Bildecken mussten stark aufgehellt werden, um der Vignettierung des Biogon entgegenzuwirken. Die Schärfe ist in der Mitte ganz ordentlich, lässt aber zu den Bildrändern nach.

Unten: 100% Crop aus der Bildmitte

100% Crop, Treppenhaus, NIKON Z7 mit ZEISS Biogon ZM 21 mm 1: 2,8 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/80 Sek., ISO 100

Formal bildet das 21er Biogon von ZEISS eine attraktive und kompakte Kombination mit der NIKON Z7, liegt gut ausgewogen in der Hand und lässt sich bequem bedienen. Ich mag den Bildwinkel dieser Brennweite ebenso wie die Haptik und Verarbeitung des Biogon. Die Bildqualität mit der Z7 lässt für meine Ansprüche aber etwas zu wünschen übrig. Damit meine ich noch nicht einmal die leicht tonnenförmige Verzeichnung, da sie sich in der Nachbearbeitung gut auskorrigieren lässt. Mit etwas Wohlwollen mag das auch noch für die Vignettierung und die geringen CAs gelten. Der Schärfeverlust zu den Ecken ist aber selbst bei Blende 8 noch störend und wird durch die Z7 gnadenloser geoutet als durch die M9. Trotz guter Schärfe in der Bildmitte ist das 21 mm Biogon für mich an der NIKON Z7 daher nicht das Superweitwinkel der Wahl. 

NIKON Z7 mit ZEISS Biogon ZM 35 mm 1: 2,0 

Gewähltes Kameraprofil für Objektive ohne CPU: 35 mm / F 2

Naheinstellung möglich bis 70 cm

Praxistest ZEISS Biogon ZM 35 mm 1: 2,0 Objektiv an der NIKON Z7 Z6, Ocamo-Adapterring. Foto bonnescape.de
Gewerbegebiet, NIKON Z7 mit ZEISS Biogon ZM 35 mm 1: 2,0 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/320 Sek., ISO 100, Foto: bonnescape.de

Oben: Gewerbegebiet, NIKON Z7 mit ZEISS Biogon ZM 35 mm 1: 2,0 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/320 Sek., ISO 100, Beschnitt oben und unten. Bildschärfe und Detailzeichnung des 35ers empfinde ich als sehr gut. Licht- und Schärfeabfall zu den Bildecken spielen in der Praxis kaum eine Rolle.

Unten: 100% Crop aus der Bildmitte

Detailvergrößerung, Gewerbegebiet, NIKON Z7 mit ZEISS Biogon ZM 35 mm 1: 2,0 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/320 Sek., ISO 100, Foto: bonnescape.de

Ich finde, dass das 35 mm ZEISS Biogon mit der NIKON Z7 gut harmoniert. Ich verwende diese Kombination häufig. Die Kamera liegt angenehm in der Hand mit so einem kurzen "Stumpen" vorne dran. Die kompakte Bauform passt zur Kamera und das Handling ist dank der wertigen Verarbeitung des Objektivs prima. In den Bildergebnissen spielen Farbfehler, Verzeichnung und Rand- oder Eckenabdunklung keine Rolle. Die Scharfzeichnung ist über das gesamte Bildfeld sehr ordentlich. Wenn man mit einer Festbrennweite im gemäßigten Weitwinkelbereich an der Z7 arbeiten möchte und gern manuell scharfstellt, ist das 35er ein guter Kandidat für ein "Immerdrauf". 

NIKON Z7 mit LEICA Summicron M 50 mm 1: 2,0

Gewähltes Kameraprofil für Objektive ohne CPU: 50 mm / F 2

Naheinstellung möglich bis 70 cm

Test: LEICA Summicron M 50 mm 1: 2,0 an der NIKON Z7 Z6, Foto: bonnescape.de
Hausfassade, Praxistest NIKON Z7 mit LEICA Summicron M 50 mm 1: 2,0 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/320 Sek., ISO 100, Foto: bonnescape.de

Oben: Hausfassade, NIKON Z7 mit LEICA Summicron M 50 mm 1: 2,0 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/320 Sek., ISO 100, Beschnitt rechts. Knackige Schärfe über das gesamte Bildfeld, kein Helligkeitsabfall zu den Bildecken, keine Verzeichnung. Das Cron bringt auch an der spiegellosen NIKON eine perfekte Leistung und bildet feinste Details ab.

Unten: 100% Crop aus der oberen Bildmitte. 

Crop 100%: Hausfassade, NIKON Z7 mit LEICA Summicron M 50 mm 1: 2,0 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/320 Sek., ISO 100, Foto: bonnescape.de
Firmengebäude, NIKON Z7, LEICA Summicron M 50 mm 1: 2,0, Foto: bonnescape.de

Oben: Firmengebäude, NIKON Z7 mit LEICA Summicron M 50 mm 1: 2,0 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/60 Sek., ISO 100. Prima Schärfe und Detailzeichnung. 

Unten: 100% Crop vom unteren Bildrand. 

Firmengebäude, Ausschnittvergrößerung (100% Crop) NIKON Z7, LEICA Summicron M 50 mm 1: 2,0, Foto: bonnescape.de

Das 50 mm Summicron-M sorgt bei mir immer wieder für Begeisterung. Darüber habe ich HIER und HIER ja früher schon berichtet. Was für ein tolles Objektiv! Auch mit den 45 Megapixeln der NIKON Z7. Scharf im gesamten Bildfeld bis in die letzten Minidetails, keine Verzeichnung, keine Farbfehler, keine Eckenabdunklung. Perfekt! Schon die ersten Aufnahmen an der Z7 zeigen, dass sowohl LEICA M9 als auch SONY Alpha 7s II nicht mal annähernd in der Lage waren, dieses wundervolle Objektiv an seine Leistungsgrenzen zu bringen. Und natürlich bildet auch die kompakte Bauform des LEICA-Objektivs mit der NIKON Z7 eine stimmige Kombi, liegt gut in der Hand und lässt sich komfortabel bedienen.

NIKON Z7 mit LEICA Elmarit M 90 mm 1: 2,8

Gewähltes Kameraprofil für Objektive ohne CPU: 100 mm / F 2,8

Naheinstellung möglich bis 90 cm

Test: LEICA Elmarit M 90 mm 1: 2,8 an der NIKON Z7 Z6, Foto: bonnescape.de
Erfahrungsbericht, Bildbeispiel Parkhaus, NIKON Z7 mit LEICA Elmarit M 90 mm 1: 2,8, Foto: bonnescape.de

Oben: Parkhaus, NIKON Z7 mit LEICA Elmarit M 90 mm 1: 2,8 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/125 Sek., ISO 400, Beschnitt oben. Die tadellose Schärfe über das gesamte Bildfeld wird nur durch die Schärfentiefe limitiert. Das Elmarit ist zudem völlig verzeichnungsfrei. 

Unten: 100% Crop aus der Bildmitte. 

Erfahrungsbericht, Bildbeispiel 100% Crop, NIKON Z7 mit LEICA Elmarit M 90 mm 1: 2,8, Foto: bonnescape.de
Industriegelände, Testbild NIKON Z7 mit LEICA Elmarit M 90 mm 1: 2,8, Foto: bonnescape.de

Oben: Industriegelände, NIKON Z7 mit LEICA Elmarit M 90 mm 1: 2,8 bei Blende 8, aus der Hand bei 1/160 Sek., ISO 200, kein Beschnitt. Auch hier exzellente Scharfzeichnung und keinerlei Verzeichnung. 

Unten: Der 100% Crop aus der rechten unteren Bildecke zeigt eine sehr gute Detailschärfe, aber auch CAs (grün-magenta) an den Kontrastkanten, die sich allerdings problemlos auskorrigieren lassen.

100% Crop, Testbild NIKON Z7 mit LEICA Elmarit M 90 mm 1: 2,8, Foto: bonnescape.de

Das 90 mm Elmarit macht Spaß an der spiegellosen NIKON. Obwohl von der Baulänge her ein wenig ausladender als die zuvor beschriebenen M-Objektive, liegt die Kombination mit der Z7 gut ausgewogen in der Hand. Der relativ lange Drehweg des Fokussierrings ist weniger für Schnappschüsse geeignet als für ein sehr präzises Scharfstellen. Etwas Vorsicht ist geboten in dem Entfernungsbereich so um die 15-20 m (= fast unendlich), auf den man vielleicht direkt bis zum Unendlich-Anschlag fokussieren möchte. Aufgrund des breiten Einstellbereichs ist das bei dem Elmarit tatsächlich noch nicht Unendlich, was aber erst in der Suchervergrößerung sichtbar wird. Unpräzise Fokussierung straft der 45 Megapixel-Sensor der Z7 gnadenlos ab. Wird korrekt fokussiert, ist die gelieferte Bildqualität tadellos. Lediglich geringfügige CAs sind je nach Motiv in der Nachbearbeitung zu korrigieren.

Fazit:

Dieser Praxisbericht bringt eine NIKON Z7 mit Objektiven zusammen, die nicht für diese Kamera konstruiert wurden. Kritische Äußerungen, wie z.B. über das 21 mm Biogon, sagen also nichts aus über die Leistung der Objektive im bestimmungsgemäßen Einsatz. Für mich war seinerzeit entscheidend, mein LEICA M Objektivarsenal daraufhin zu überprüfen, ob es nicht auch sinnvoll an der spiegellosen NIKON mit ihrer hohen Auflösung eingesetzt werden kann. Zusammenfassend kann ich sagen, dass das in drei von vier Fällen auf überzeugende Weise funktioniert. Das 50er Summicron, das 35er Biogon und das 90er Elmarit sind an der Z7 absolut praxistauglich, harmonieren gut mit den Assistenzsystemen der Kamera (inklusive VR!), liefern ausgezeichnete Bildqualität und unterstützen das kompakte Kamerakonzept. Summicron und Biogon sind zusammen mit den NIKON-PC-E's derzeit meine meist verwendeten Objektive an der Z7. Wenn man, wie z.B. bei Architektur- und Landschaftsaufnahmen, auf einen Autofokus verzichten kann, sehr präzise manuell fokussieren möchte und sich nicht gerade im äußersten Nahaufnahmebereich bewegt, sind die drei M-Objektive überlegenswerte Alternativen, die sich, wenn man sie schon besitzt, sehr preiswert an eine NIKON Z6 oder Z7 adaptieren lassen. Kleines Manko ist lediglich, dass die Objektivkennung nicht effizient in die Bildmetadaten einfließt.

Copyright 2019 by Klaus Schörner / www.bonnescape.de


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Kommentare: 5
  • #1

    SAM (Montag, 12 August 2019 13:46)

    Na, das ist ja mal eine Interessante Kombi, an die ich noch gar nicht gedacht hatte. Aber gute Idee, die Nikon-Optiken sind alle so gross.
    Gruss
    SAM

  • #2

    P. Hörnisch (Freitag, 16 August 2019 10:12)

    Danke für diese Info. Ich habe noch 2 Crons (35 und 50) von meiner M8. Gut zu wissen, dass M's an der Z gut laufen. Das steigert mein Interesse an einer Z6.

  • #3

    artshop (Dienstag, 20 August 2019 09:43)

    Die Z7 ist ein Traum für entschleunigte Landschaftsfotos. Ich suche aber noch nach einem richtig guten Superweitwinkel, das die Auflösung der Kamera kann. 18-21 mm. Gerne manueller Fokus. Hat jemand einen Tipp?
    Gruß Phil

  • #4

    Klaus (admin) (Samstag, 31 August 2019 11:56)

    Hallo Phil,
    sorry wegen der verspäteten Antwort. Ich habe vier Anregungen für dich (ich schreibe extra nicht "Tipps", weil ich bisher nicht alle an der Z7 testen konnte):
    • Das 2,8/14-24 mm Nikkor, groß (zumal mit FTZ-Adapter), schwer, aber auch sehr gut.
    • Das Voigtländer Skopar 3,5/21 mm VM (mit M-Z-Adapter), an der M sehr gut.
    • Das Voigtländer Skopar 3,5/21 mm VE (mit Nex-Z-Adapter), an der Alpha 7s II sehr gut.
    • Das Super-Elmar M 3,4/21 mm (mit M-Z-Adapter), dem Vernehmen nach hervorragend.
    Ich habe alle vier ebenfalls auf dem Zettel und werde demnächst berichten, wie sich die Optiken an der Z7 machen.
    LG, Klaus

  • #5

    artshop (Freitag, 20 September 2019 11:42)

    Danke Klaus, das 14-24 mm 1:2,8 werde ich demnächst mal ausprobieren. Bin gespannt.
    Gruß Phil