Miranda EE – Geheimtipp für Liebhaber analoger Kameras

Was hat es eigentlich mit diesen MIRANDA Kameras auf sich?

Aufmacherfoto Miranda Kameras und Objektive. Blogartikel "Was hat es eigentlich mit diesen Miranda Kameras auf sich?" Foto: bonnescape.de

Rund vierzig verschiedene analoge Kameramodelle hat der japanische Hersteller MIRANDA in den Jahren 1953-1976 hervorgebracht. Hierzulande sind diese Kameras kaum bekannt. Das ist schade, denn mit ihrem ausgereiften Konzept, ihrer zuverlässigen Bauweise, ihrem wunderschönen klassischen Design und guten Objektiven brauchen sie sich nicht hinter den zeitgenössischen Boliden der etablierteren Hersteller zu verstecken. Angesichts derart stimmiger Produkte verwundert es, dass dem Unternehmen MIRANDA keine Nachhaltigkeit beschert war.

MIRANDA war seinerzeit einer der innovativsten japanischen Kamerahersteller. Gegründet wurde das Unternehmen nach dem zweiten Weltkrieg zunächst unter dem Namen ORION SEIKI SANGYO*. Inhaber waren zwei Ingenieure, die zuvor an rüstungsrelevanter Technik gearbeitet hatten und nun auf zivile Produkte umsattelten. Anfangs entwickelte das Unternehmen Objektivadapter. Später kamen – zum Teil als Auftragsarbeiten – unter dem Namen MIRAX Spiegelreflexkameras und Spiegelvorsätze für Sucherkameras dazu. 1955 stellte das Unternehmen mit der "T" die erste MIRANDA Kamera vor. Im gleichen Jahr wurde die ORION SEIKI zunächst in ORION CAMERA COMPANY* umbenannt, zwei Jahre später dann in MIRANDA CAMERA COMPANY*

* Eigentlich Orion Seiki Sangyo K.K., Orion Camera K.K., Miranda Camera K.K.
(K.K. = 
Kabushiki Kaisha, eine Art Aktiengesellschaft).

Die MIRANDA T war die erste japanische Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Prismensucher. Und dieser war wechselbar konzipiert, so dass man ihn jederzeit gegen einen Schacht- oder Lupensucher austauschen konnte. Der wirtschaftliche Erfolg dieser Kamera ebnete in den Folgejahren den Weg für eine große Zahl weiterer Modelle. Diese brachten kontinuierlich maßgebliche Verbesserungen mit sich, wie den schnelleren Verschluss mit bis zu 1/1000 Sekunde, den Schnellspannhebel, den Rückschwingspiegel, die TTL-Messung, die mit der Belichtungsmessung gekoppelte Blendeneinstellung und schließlich die Blendenautomatik mit Verschlusszeitenpriorität.

Für den Export in die USA kooperierte MIRANDA ab 1959 mit AIC (Allied Impex Corporation), dem damaligen Eigentümer der Marke SOLIGOR. Seither erschienen MIRANDA Objektive auch häufig unter diesem Namen. Ende der 1960er Jahre wurde das Unternehmen von AIC übernommen. Mitte der 1970er Jahre geriet MIRANDA in finanzielle Schwierigkeiten. Der sich dynamisch verändernde Markt verlangte nun nach kompakten, leichten, vollelektronischen Kameras und der Versuch, mit der Spiegelreflexkamera DX-3 oder der Sucherkamera SENSORET an die bisherigen Erfolge anzuknüpfen, schlug fehl. 1976 musste das Unternehmen schließen. In den 1980er Jahren erschienen unter dem Namen MIRANDA noch einige Low Budget Spiegelreflex- und Sucherkameras sowie diverses Fotozubehör. Diese Produkte wurden von Fremdherstellern unter Verwendung der Marke vertrieben. Mit dem ursprünglichen Kamerahersteller ORION bzw. MIRANDA hatte das nichts mehr zu tun.

Die Miranda Auto Sensorex EE

Die wahrscheinlich beste und ausgereifteste Spiegelreflexkamera aus dem Hause MIRANDA ist die AUTO SENSOREX EE. Vor allem ihr möchte ich diesen Artikel widmen. Gebaut in der Zeit von 1971-76 ist sie eines der letzten mechanischen Spitzenmodelle japanischen Kamera-Engineerings und zugleich die erste Kamera mit TTL Belichtungsmessung und elektrisch gesteuerter Blendenautomatik. Es gibt sie in Schwarz und in Mattchrom. Das "EE" in ihrem Namen soll für "Electric Eye" stehen.

Analoge Spiegelreflexkamera Miranda Auto Sensorex EE mit aufgeklapptem Lupensucher VF-3. Foto: bonnescape.de

Oben: Die MIRANDA AUTO SENSOREX EE mit 50 mm Auto E Standardobjektiv und aufgeklapptem Lupensucher VFE-3. Da sich das Messsystem im Kameragehäuse befindet, steht mit jedem Sucher die komplette Funktionalität zur Verfügung.

Die AUTO SENSOREX EE produziert Bilder im Kleinbildformat 24x36 mm und wiegt mit dem Standardobjektiv satte 950 g. Ausgestattet ist sie mit einem doppelten Objektivanschluss, der aus einem 44 mm Innengewinde und einem Außenbajonett besteht. Die speziell für diesen Anschluss konzipierten Objektive der Marken MIRANDA und SOLIGOR nutzen das Bajonett, während das Gewinde eine Adaptierung von M42 Objektiven ermöglicht. Damit steht im Prinzip eine riesige Objektivauswahl zur Verfügung. Die Blendenautomatik mit Verschlusszeitenpriorität funktioniert allerdings nur mit folgenden Objektivserien:

  • AUTO MIRANDA E
    gerillter Metallfokusring mit "Berg & Tal"-Grip, verriegelbare Automatik-Einstellung (orangefarbenes EE) am Blendenring.
  • AUTO MIRANDA EC
    kompaktere Form, eigentlich für die dx-3 gedacht, kleineres Filtergewinde, gummierter Scharfstellring, gerastete, aber nicht verriegelbare Automatik-Einstellung (schwarze oder orangefarbene Dreieck-Marke) am Blendenring.

Beide Objektivserien umfassen dem Handbuch zufolge alle gängigen Brennweiten von 25 bis 200 mm. Zusätzlich gibt es mit SOLIGOR-Branding auch noch einen 2fach Telekonverter und ein Tele-Zoom 3.8 / 85-210 mm. Gelegentlich liest man auch noch von weiteren Brennweiten im erweiterten Weitwinkel- und Telebereich, die mir selbst aber noch nicht begegnet sind. AUTO MIRANDA Objektive und insbesondere die der E-Serie überzeugen durch eine hochwertige, robuste Bauweise. Sie befinden sich zum Teil auf einem ähnlichen Qualitätsniveau wie vergleichbare NIKON- oder CANON-Exemplare dieser Zeit. Vermutlich haben aber alle nur einfach vergütete Gläser. Entsprechend reagieren manche Objektive je nach ihrem optischem Aufbau empfindlich auf Streulicht. Zum Beispiel ist das in den Bildern gezeigte Teleobjektiv Auto EC 2.8 / 135 mm für Gegenlichtaufnahmen kaum zu gebrauchen. Es sei denn, es sind kontrastarme, überstrahlte Bilder beabsichtigt.

Die Miranda Auto Sensorex EE mit den Auto Miranda E/EC Objektiven 50mm, 35mm und 135mm. Foto: bonnescape.de

Oben: Einige Objektive zur "EE". An der Kamera das Standardobjektiv Auto Miranda E 1.8 / 50 mm, ein zeitgemäßer Sechslinser mit 43 cm Naheinstellung und 52er Filtergewinde. Praktischerweise wird das gleiche Gewinde auch von den Weitwinkelbrennweiten und den kompakten Teleobjektiven verwendet. Allerdings nicht bei der jüngeren EC-Serie: Vorn das fünflinsige Auto EC 2.8 / 35 mm, das etwas kompakter gebaut ist und 49er Filter aufnimmt. Rechts das fünflinsige Teleobjektiv Auto EC 2.8 / 135 mm mit herausziehbarer Gegenlichtblende und 55 mm Gewinde. Allen gemeinsam ist die Automatik-Markierung am Blendenring: Ein orangefarbenes, verriegelbares EE bei der E-Serie bzw. ein schwarzes oder orangefarbenes, gerastetes, aber nicht verriegelbares Dreieck bei den EC-Objektiven.

Objektivbajonett und zusätzliches Objektivgewinde der Miranda Auto Sensorex EE. Foto: bonnescape.de

Oben: Die "EE" hat einen doppelten Objektivanschluss. Außen befindet sich das MIRANDA Bajonett für die markeneigenen Objektive. Innen steht ein 44 mm Gewinde zur Verfügung, an das M42-Objektive adaptiert werden können.

Das Herz der "EE" ist ein horizontal ablaufender Tuchschlitzverschluss, der Belichtungszeiten von 1 Sek. bis 1/1000 Sek. und die Betriebsart B (offen, so lange der Auslöser gedrückt wird) erlaubt. Die Kamera verfügt über einen gekoppelten TTL-Belichtungsmesser mit Offenblendmessung, Springblendensteuerung und Anzeige der empfohlenen Blende im Sucher. Die Messung kann entweder integral mit Betonung der unteren Bildhälfte (A) oder als Spotmessung (S) erfolgen. Die einstellbare Empfindlichkeit reicht von 25 bis 1600 ASA. Der Prismensucher mit Blitzschuh und Mittenkontakt ist abnehmbar und kann in Sekundenschnelle gegen einen Lichtschachtsucher mit Schwenklupe oder einen klappbaren Lupensucher mit verschiedenen Vergrößerungsfaktoren (5x und 15x) getauscht werden. Man kann auch ohne Sucher nur mit dem Blick auf die Mattscheibe fotografieren. Selbst dann stehen alle Mess- und Automatikfunktionen zur Verfügung, da sich die Messzellen im Kameragehäuse befinden. Das war bei den Kameras der 1970er Jahre keineswegs selbstverständlich. Mit ihrer hellen Mattscheibe samt Schnittbildentfernungsmesser und Mikroprismenring, ihrem Schnellspannhebel, dem Rückschwingspiegel, dem Abblendhebel am Objektiv, dem Selbstauslöser, der seitlichen Blitzbuchse, der Auslösewarnanzeige und dem OFF-Schalter mit Batteriecheck-Funktion war die "EE" absolut auf der Höhe ihrer Zeit. Man wundert sich, dass MIRANDA dieser großartigen Kamera nicht auch noch einen Anschluss für einen motorisierten Filmtransport mitgegeben hat. Damit hätte sich die AUTO SENSOREX EE auch für den Profimarkt qualifiziert und hätte dort sicher der NIKON F2 und der CANON F kräftig Konkurrenz gemacht.

Bedienelemente der analogen Spiegelreflexkamera Miranda Auto Sensorex EE. Foto: bonnescape.de

Oben: Ups, ich hätte die Kamera vor der Aufnahme entstauben sollen. Hier der Rückspulknopf, der Drehschalter mit den Einstellungen für Spotmessung (S), Integralmessung (A), Batteriecheck (C) und Strom aus (Off). An der Rückseite das Batteriefach mit gerändeltem Schraubdeckel und der kleine Schiebeknopf für das Entriegeln des Suchers.

Laut der Bedienungsanleitung war das optionale Zubehör zur AUTO SENSOREX EE ziemlich umfangreich. Außer Suchern und Objektiven bekommt man diese Sachen aber heute kaum noch, zumindest nicht in der EU. Ich suche zum Beispiel schon längere Zeit vergeblich nach einer Augenkorrekturlinse für den Prismensucher. Auch der originale Schachtsucher ist eine Rarität. Der wesentliche Absatzmarkt des Unternehmens außerhalb von Japan dürfte wohl vor allem in den USA gelegen haben. Auch die ursprünglich vorgesehene Stromquelle der Kamera, eine Mallory PX675 Batterie mit 1,35 Volt Spannung, ist heute nicht mehr erhältlich. Trotz der geringfügig höheren Spannung von 1,5 Volt sind aber eine Knopfzelle des Typs LR44 oder eine 1,45 Volt Zink-Luft Hörgerätebatterie vom Typ 675 gut funktionierende Alternativen. Ich hatte damit noch keine Fehlbelichtungen, reduziere aber, wenn eine LR44 in der Kamera ist, die Filmempfindlichkeit um 2 DIN. Bei einem ISO200 Film stelle ich also ISO125 ein. Die Hörgerätebatterie sorgt ohne ISO-Korrektur für richtige Messergebnisse, hält aber nur 4-5 Monate, auch wenn man die Kamera in dieser Zeit gar nicht verwendet hat.

Gängige Objektive zur MIRANDA EE. Foto: bonnescape.de

Oben: Weitere gängige Objektive. Vorn das kompakte AUTO MIRANDA 2.8 / 35 mm ("non-E"), das an der MIRANDA EE nur ohne Blendenautomatik verwendet werden kann. An meiner Kamera funktioniert das Objektiv sogar nur mit Nachführmessung bei Arbeitsblende. Hinten links das Teleobjektiv AUTO MIRANDA E 3.5 / 135 mm mit aufschraubbarer Gegenlichtblende und rechts das AUTO MIRANDA E 2.8 / 28 mm.

Die Kamera selbst und einige ihrer Objektive sind gelegentlich online oder auf Fotobörsen zu finden. Dank ihrer robusten Bauweise sind sie oft noch in funktionsfähigem Zustand und irgendwie wurden sie von dem wieder erstarkten Analogmarkt noch nicht entdeckt. Daher sind sie oft preisgünstig, und man kann hier wirklich von einem Geheimtipp für Analogfotografen sprechen.

Die Miranda Sensoret

Die zweite Miranda Kamera, die ich vorstellen möchte, ist die SENSORET. Die nur 120 x 77 x 61 mm große, 435 g schwere Messsucherkamera hat eine Sonderstellung als einzige Nicht-SLR in der Produktpalette des Unternehmens. Gefertigt wurde sie in den Jahren 1972 bis 1975 in den Farbausführungen Mattchrom und Schwarz. Ausgestattet ist die Kamera mit einem 4-linsigen MIRANDA bzw. SOLIGOR Objektiv, bei dem es sich wahrscheinlich um einen TESSAR-Typ handelt. Die Festbrennweite ist mit 38 mm leicht weitwinklig, die Lichtstärke beträgt 2.8.

Miranda Sensoret. Blogartikel "Was hat es eigentlich mit diesen Miranda Kameras auf sich?" Foto: bonnescape.de

Die SENSORET verfügt über eine vollautomatische Belichtungssteuerung mit einer Messzelle, die vorn über der Frontlinse platziert ist. Filter, die in das 49mm Filtergewinde geschraubt werden, befinden sich also davor und werden bei der Messung berücksichtigt. Ebenfalls vorn an der Objektivfassung befindet sich ein geriffelter schwarzer Kunststoffring für die Einstellung der Filmempfindlichkeit von 25 bis 800 ASA, die in einem kleinen Fenster unterhalb der Frontlinse angezeigt wird. Links und rechts der Linse ermöglichen zwei gezahnte Hebelchen eine Korrektur der Belichtung um +1/-1 Stufe. Um hier eine Einstellung vorzunehmen, muss ein eventuell aufgeschraubter Filter aber abgenommen werden, was nicht so ganz praktisch ist.

Bei dem in der SENSORET verbauten Seiko ESF Verschluss bilden die Verschlusslamellen zugleich auch die Blende, indem sie beim Auslösen nicht komplett, sondern nur bis zum vorgesehenen Blendenwert öffnen. Eine clevere, platzsparende und vollautomatisch arbeitende Konstruktion, die auch bei vergleichbaren Kameras anderer Hersteller gewählt wurde. Ein manuelle Einstellung von Blende und Verschlusszeit ist allerdings nicht möglich. Man sieht auch gar nicht, welche Kombination da abläuft. Der Seiko ESF benötigt eine Betriebsspannung von 2,8 Volt. Dazu befindet sich an der Unterseite der Kamera ein Batteriefach. Die ursprünglich vorgesehenen zwei Batterien des Typs HM-N, E640 oder RM640 sind heute nicht mehr erhältlich, ersatzweise können die gängigen 675er Zink-Luft Hörgerätebatterien mit je 1,45 Volt adaptiert werden. Strom fliesst bereits beim leichten Drücken des Auslösers an der Kameraoberseite, was durch eine gelb blinkende LED im Sucher angezeigt wird. Über den Bereich der von der SENSORET automatisch gebildeten Verschlusszeiten gibt das Handbuch keine Auskunft. Jedenfalls leuchtet die LED dauerhaft, wenn eine Verschlusszeit von 1/20 Sek. oder länger gemessen wird. Damit soll auf die Gefahr des Verwackelns aufmerksam gemacht werden. Versehentliches Auslösen des gespannten Verschlusses und unbeabsichtigter Stromverbrauch können durch einen eindrehbaren Sperr-Ring vermieden werden. Für die Verwendung externer Blitzgeräte gibt es noch einen Hot Shoe mit Mittenkontakt und eine Koaxialbuchse. Die Reichweite des Blitzes in Meter ("GN m" = "Guide number in meter") kann mit einem Ring am Objektivansatz eingestellt werden. Dann stellt die Kamera die Belichtung automatisch passend zur Leistung des Blitzes ein.

Bauartbedingt ist die Kamera für Aufnahmen im Nahbereich nur eingeschränkt geeignet. Die minimale Entfernung beträgt 91 cm. Der Sucher hat keinen Parallaxenausgleich, aber zwei Leuchtrahmen zeigen den Bildausschnitt bei minimaler und bei maximaler Entfernung. Der mit dem Fokussierring gekoppelte Mischbildentfernungsmesser ist gut dimensioniert und ermöglicht eine komfortable Schärfekontrolle. Der Drehweg des Scharfstellrings bis zur Unendlich-Marke beträgt nur eine Achtelumdrehung, so dass sich mit der Kamera zügig und ausreichend präzise fokussieren lässt. 

Copyright 2023 by Klaus Schörner / www.bonnescape.de

Oben: Die Originalstromquelle ist nicht mehr erhältlich. Als Ersatz eignen sich 2 Stck. 675er Zink-Luft Batterien, hier mit Adaptern aus dem 3D-Drucker. 

(Bezugsquelle: https://www.ebay.de/str/ausgeknipst)



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Kommentare: 8
  • #1

    Wilhelm (Montag, 22 Mai 2023 10:31)

    Hallo lieber Autor,
    vielen Dank für den tollen Artikel und die detaillierte Vorstellung der EE. Als Fan und Sammler alter Spiegelreflexkameras hat mich dein Beitrag wirklich begeistert. Deine Informationen haben mir einen guten Überblick über den historischen Hintergrund der Miranda-Kameras vermittelt. Ich habe bisher noch keine Miranda, werde nun aber mal gezielt nach einer EE Ausschau halten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Willi

  • #2

    Klaus (admin) (Mittwoch, 24 Mai 2023 10:37)

    Hallo Willi,
    danke für das positive Feedback und viel Erfolg bei der Suche!
    VG, Klaus

  • #3

    Wilhelm (Mittwoch, 24 Mai 2023 19:30)

    Hallo Klaus, danke.
    Was wäre denn ein angemessener Preis für so ein Schätzchen?

  • #4

    Klaus (admin) (Mittwoch, 24 Mai 2023 23:41)

    Hallo Willi,
    mit der Bezifferung eines Marktwertes ist das so eine Sache. Das richtet sich im konkreten Einzelfall nach dem, was Sammler bereit sind dafür zu zahlen. Das Angebote an Miranda Kameras ist bei uns nicht besonders groß, aber die Kameras sind bei uns auch nicht so bekannt. Daher findet man die Sachen mitunter zu günstigen Preisen. Ich habe für meine wirklich sehr gut erhaltene EE samt 1.8/50mm Objektiv knapp 80 Euro bezahlt. Das 35er und das 135er haben jeweils kaum mehr als 35 Euro gekostet. Das empfinde ich als sehr günstig angesichts der tollen Qualität.
    VG, Klaus

  • #5

    Frederick (Donnerstag, 16 November 2023 20:09)

    Hallo
    im ebay ist gerade ein Konvolut von einem Händler aus Frankreich, da ist auch der Schachtsucher dabei. Suchen Sie den noch?
    Liebe Grüße

  • #6

    Klaus (admin) (Donnerstag, 16 November 2023 21:17)

    Hallo Frederick,
    habe ich mir angesehen. Danke für den Tipp.
    VG, Klaus

  • #7

    Analogjeck (Montag, 18 Dezember 2023 18:27)

    Es wird ja doch so einiges von Miranda angeboten, wenn man genau schaut. Auf was müsste man denn bei einer Gebrauchten achten, gibt es typische Schwachstellen? Danke schonmal für einen Tipp.
    LG

  • #8

    Klaus (admin) (Montag, 18 Dezember 2023 20:41)

    Wenn wir von der Auto Sensorex EE sprechen, dann sind die Chancen, ein gutes, funktionstüchtiges Exemplar zu finden, ziemlich gut. Die Kameras sind sehr robust gebaut. Wenn überhaupt etwas kaputtgeht, ist es zumeist der Belichtungsmesser bzw. die Stromversorgung. Ein Wackelkontakt im Drehschalter oder ein gebrochenes Batteriefach habe ich schon einige Male gesehen. Vielfach testen Verkäufer auch nicht, weil sie nicht wissen, welche Batterie da reinkommt, und die Kamera funktioniert dann doch. Mechanische Defekte habe ich ganz selten gesehen, und dann war den Kameras schon äußerlich die schlechte Behandlung anzusehen. Das Verschlusstuch sollte glatt sein. Das ist aber von so guter Qualität, dass ich tatsächlich bei einer EE noch kein welliges oder brüchiges gesehen habe. Ich hatte schon mal ein Exemplar, bei dem in der Sucheranzeige der Pfeil für die Messart hing. Die Belichtung selbst wurde aber korrekt angezeigt, insofern war das eine Marginalie, denn die Messart kann man ja auch am Drehknopf ablesen.
    Bei den Objektiven gelten die üblichen Kriterien. Bei einem Exemplar ohne allzu viele äußerliche Gebrauchsspuren ist mechanisch ist fast immer alles top, aber Exemplare mit Staub, Schlieren oder Fungus zwischen den Linsen sieht man häufiger. Bei den EC-Objektiven kann der Gummiring am Scharfstellring brüchig sein. Das wäre dann nervig, weil es keinen Ersatz mehr gibt.