Barcelona im Quadrat mit der RX100

SONY RX100 I-V: Fotografieren (fast) wie mit einer 6x6

Bildbeispiel moderne Architektur zum Praxistipp: SONY RX100 I,II,III,IV,V mit quadratischem Bildformat 1:1 in Barcelona. Foto: bonnescape
Praxistipp: SONY RX100 I,II,III,IV,V mit quadratischem Bildformat 1:1. Foto: bonnescape
Bildbeispiel Hund zum Praxistipp: SONY RX100 I,II,III,IV,V mit quadratischem Bildformat 1:1 in Barcelona. Foto: bonnescape

Ein wirklich nettes Feature der RX100 Kamera-Baureihe, das manchen Besitzern dieser Kameras gar nicht so bewusst ist, ist die Möglichkeit, mit der Option "Seitenverhältnis 1:1" im Aufnahmemenü ein quadratisches Bildformat vorzuwählen und dann mit nach oben geklapptem Monitor ähnlich wie mit einer klassischen 6x6-Mittelformatkamera aus Hüfthöhe zu fotografieren.

Vorteile dieser Kamerahaltung: Man arbeitet zwar nicht schnell, aber es ist ein unauffällig beobachtendes und zugleich entspanntes Fotografieren. Hängt die Kamera um den Hals und ist die Riemenlänge so eingestellt, dass sie sich etwa in Gürtelhöhe befindet, kann man durch Herunterdrücken der Kamera in die Riemenspannung hinein eine sehr stabile Haltung erreichen, die auch längere Belichtungszeiten ohne Verwackeln ermöglicht. Zudem erleichtert der Betrachtungsabstand eine sorgfältige Bildgestaltung und das Quadrat lässt Bilder ruhiger und ausgeglichener wirken. Angenehme Begleiterscheinung ist, dass die Kamera so in den Händen liegt, dass die Handflächen bei hellem Umgebungslicht den Monitor bequem abschatten können, während der rechte Daumen den Kamera-Auslöser bedient. Ich kann nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren. Man fotografiert mit dieser Technik andere Bilder. 

Praxistipp: SONY RX100 I,II,III,IV,V mit quadratischem Bildformat 1:1. Foto: bonnescape

Sollte man übrigens den Ausschnitt am Ende doch nicht ganz optimal gesetzt haben, so hilft bei der Entwicklung in Lightroom oft ein Klick auf den Button "Freistellungsüberlagerung" im rechten Einstellmenü, oben links unter dem Histogramm (das geriffelt konturierte Rechteck). Wurde das Foto im Raw-Format aufgenommen, dann ist das Bild nämlich nur vordergründig quadratisch. Der Bildrest ist lediglich ausgeblendet. Der Button macht den Bildrest wieder sichtbar, markiert das gewählte Bildquadrat mit einem Rahmen und stellt Werkzeuge für die Einstellung von Drehwinkel, Ausschnitt und Seitenverhältnis zur Verfügung. Damit besteht eine komfortable Möglichkeit, den Bildausschnitt nachträglich zu verändern, eine Feinjustierung vorzunehmen oder sich am Ende vielleicht sogar doch noch für ein anderes Bildformat zu entscheiden. Die Enter-Taste oder der "Fertig"-Button unter dem Bild rechts bestätigen die vorgenommenen Änderungen, die ESC-Taste führt ohne Änderungen wieder zurück. Der endgültige Beschnitt erfolgt übrigens erst mit dem Export aus Lightroom in ein anderes Dateiformat, und dann auch nur für die exportierte Datei. Die Ursprungsdatei beinhaltet nach wie vor das gesamte Potential des Raw-Formats.

Praxistipp: SONY RX100 I,II,III,IV,V mit quadratischem Bildformat 1:1. Nachbearbeitung mit Lightroom. Foto: bonnescape

Wenn der Bildausschnitt in der Nachbearbeitung nicht weiter reduziert worden ist, hat ein quadratisches Foto aus einer Kamera der RX100 Baureihe eine Größe von 3648 x 3648 px. Die Bebilderung dieses Artikels ist am vergangenen Wochenende während eines kurzen Barcelona-Aufenthaltes auf diese Weise entstanden.

Copyright 2018 by Klaus Schörner / www.bonnescape.de


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Kommentare: 4
  • #1

    Udo Afalter (Montag, 26 Februar 2018 20:45)

    Hallo Klaus,

    wieder einmal wunderbar beschrieben. Ich sollte die 1:1 Option meiner Fuji X-T1 auch mal wieder öfter nutzten. ;-) Vor allem dann, wenn ich eine analoge 6x6 Kamera dabei habe.

    Viele Grüße, Udo

  • #2

    Klaus (admin) (Dienstag, 27 Februar 2018 08:58)

    Hallo Udo,
    vielen Dank. Ich freue ich über Dein Feedback.
    Ja, mitunter kann die 1:1 Funktion die 6x6 teilweise ersetzen und das Fotogepäck klein halten, wenn man unbelastet unterwegs sein will oder muss. Und die Optionen bei der Nachbearbeitung bieten Netz und doppelten Boden (deren Anwendung ist mir allerdings als altem Analogfotografen fast schon ein bisschen peinlich) ;-)
    Viele Grüße
    Klaus

  • #3

    Andreas Fein (Freitag, 02 März 2018 13:57)

    Du hattest ohne Zweifel das höhere Zimmer im Hotel und damit die bessere Aussicht ;-)

  • #4

    Klaus (admin) (Freitag, 02 März 2018 15:06)

    Ja, einundzwanzig Stockwerke schaffen einen guten Überblick :-)