Kameratasche Kalahari Kapako K-35 Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht: 5 Jahre Fototasche KALAHARI Kapako K-35

Die Kalahari Kapako K-35 Messenger-Tasche. Foto: Klaus Schörner

Sie ist in der Welt schon etwas rumgekommen, meine K-35. Als Aufbewahrungsort und Transportschutz für meine Reise-Foto-Ausrüstung begleitete sie mich nicht nur zu Fotoshootings in Deutschland, Belgien und den Niederlanden, sondern auch nach Singapur, nach Indonesien, nach Portugal und auf die griechischen Inseln, war Handgepäck bei ungezählten Flügen und mein Begleiter auf einem mehrtägigen Motorrad-Trip durch die andalusischen Sierras.

Dabei war die Kameratasche ständig mit 4 bis 5 kg Fotogeräten gefüllt und Erschütterungen ebenso ausgesetzt wie Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und Staub, und das eine oder andere Mal ist sie auch in Regen gekommen und im Dreck gelandet. Während ich das so schreibe, drängt sich mir der Gedanke auf, dass es eigentlich erstaunlich ist, was so eine Fototasche aus Stoff alles verkraften kann, ohne nennenswerte Schäden an sich selbst oder - viel wichtiger - an ihrem wertvollen Inhalt davonzutragen. Tatsächlich ist die KALAHARI nicht aus Leder oder Cordura, sondern aus Baumwoll-Canvas gefertigt. Das einzige, was ich zur Pflege der Tasche je unternommen habe, war eine Rundum-Imprägnierung kurz nach dem Kauf mit einem handelsüblichen Nässeschutz-Spray, wie man ihn für Outdoor-Jacken oder Wildlederschuhe einsetzt.

Erfahrungsbericht: Die Kalahari Kapako K-35 Fototasche im Messenger-Stil, Frontansicht. Foto: Klaus Schörner

Oben: Sie sieht nach 5 Jahren Einsatz immer noch ganz ordentlich aus, die Kameratasche KALAHARI Kapako K-35.

Unten: Die Fototasche bietet üppigen Stauraum für eine mittlere Fotoausrüstung. Unter den sichtbaren Geräten ist noch Platz für weitere Objektive.

Test: Was passt rein? Geöffnete, voll bestückte Kameratasche Kalahari Kapako K-35. Foto: Klaus Schörner

Ist die Kameratasche praxisgerecht konstruiert?

Das Taschen-Konzept ist im Prinzip gut durchdacht. Die eher unscheinbare, flache Schultertasche im Messenger-Stil sieht nicht wie eine Fototasche aus, beherbergt jedoch eine herausnehmbare, gepolsterte Nylon-Innentasche mit variablen Klett-Einsätzen und nimmt problemlos zwei Messsucherkameras, fünf Objektive, Blitz, Filterhalter, diverses Zubehör, Sonnenbrille und ein Notebook auf. Für Letzteres ist zusätzlich eine eigene, herausnehmbare Schutzhülle integriert. Die aufgrund der Flexibilität der Tasche relativen Innenmaße von etwa 36 x 27 x 14 cm (BxHxT) können durch Öffnen eines umlaufenden Reißverschlusses auf stattliche 36 x 27 x 19 cm erweitert werden. Mit der flachen Tasche und einer leichten Jacke aus dem kühlen Deutschland abzureisen und kurz vor Ankunft im warmen Zielland die Jacke und eventuelle Flughafeneinkäufe in der vergrösserten Tasche unterbringen zu können, habe ich schon einige Male dankbar in Anspruch genommen. In der verbreiterten Form verändern sich die Trageeigenschaften der K-35 allerdings ungünstig, so dass der planmässige Transport eines noch grösseren Foto-Equipments mit dieser Tasche für mich nie eine Option war.

Testbericht: Umlaufender Reissverschluss bei der Kalahari Kapako K-35 Fototasche. Foto: Klaus Schörner

Oben: Umlaufender Reissverschluss bei der Kapako K-35.

Unten: Nach Öffnen des Reissverschlusses vergrössert sich die Tasche erheblich.

Erfahrungen, falls der Stauraum nicht reicht: Vergrösserte Fototasche Kalahari Kapako K-35. Foto: Klaus Schörner

Der griffige Schultergurt läuft um die gesamte Tasche herum, ist erfreuliche 5 cm breit und verfügt über eine frei verschiebbare, rutschfeste Schulterauflage. Beim häufigen Aufnehmen und Absetzen der gefüllten Tasche verdreht sich der Gurt schon mal ganz gern in der Führung der Auflage, was etwas nervig ist. Mir ist auch nie ganz klar geworden, warum die Produktdesigner den Gurt mit weiteren Schnallen, Ösen und einem Karabiner ausgestattet haben, in denen sich die Schulterauflage schon mal verhakt. Da hätte ich lieber außen am Taschenboden zwei Befestigungsmöglichkeiten für ein kleines Carbon-Stativ gehabt.

 

Die KALAHARI Kapako K-35 wird durch eine Abdeckung geschlossen, die oben und vorn um die Tasche herumreicht und mit zwei kurzen Gurten und variabel positionierbaren Kunststoff-Steckschnallen fixiert wird. Vorn an der Abdeckung befindet sich ein kleines Reißverschlussfach für die Aufnahme von Kleinteilen wie Speicherkarten, Ersatzakkus, Visitenkarten und Optiktuch. Weitere größere Fächer finden sich im Innenraum und an der Rückseite ist auch noch eines. Das Leergewicht der Fototasche beträgt 1,6 kg.

Rückseite und Gurt der Kameratasche Kalahari Kapako K-35. Foto: Klaus Schörner

Oben: Die breite, verschiebbare Schulterauflage bietet Tragekomfort, verdreht sich aber hin und wieder und verhakt sich auch schon mal in den Schnallen und Karabinerhaken des Gurtes.

Wie sieht es aus mit der Stabilität?

Nun, wie hat sich die Fototasche also gehalten in den letzten fünf Jahren? Sie ist definitiv nicht wasserdicht. Sie ist bestenfalls wasserabweisend durch die Imprägnierung, die ich ihr verpasst habe. Ansonsten würde sie sich bei Regen wahrscheinlich vollsaugen und deutlich schwerer werden. Was nicht zwangsläufig heissen muss, dass auch der Inhalt nass würde. Der Inneneinsatz aus Nylon hat eine nach oben verlängerte Rückseite, die durch das Schliessen der Abdeckung auf die Fächer gedrückt wird, so dass auch nach oben eine gewisse Abdichtung und Polsterung geschaffen wird. Einmal habe ich der Tasche während einem tropischen Starkregen auf Bali eine Plastiktüte übergezogen. Ging auch. Leichten Regen hat die K-35 jederzeit problemlos überstanden. Staubfest ist die Fototasche natürlich auch nicht. Für ein Shooting in den Dünen oder in der Wüste wäre sie kaum die richtige Begleiterin. Ansonsten bietet die KALAHARI der Ausrüstung allerdings jederzeit sicheren Schutz, absorbiert Stösse und Erschütterungen, dämmt gegen Hitze und Kälte und wird in ihrem Tragekomfort meiner Erfahrung nach eigentlich nur von Fotorucksäcken und Sling-Bags übertroffen.

Die Abbildungen sind aktuell und zeigen den Zustand nach fünfjährigem Einsatz. Das Ding sieht immer noch ziemlich gut aus. Abgesehen von ein paar Fädchen, die sich gelöst haben, ist nichts kaputt gegangen. Neben der Ausführung in anthrazit gibt es die Tasche auch noch in sandfarben. Für meine habe ich damals knapp 100 € bezahlt und den Kauf zu keiner Zeit bereut.

Copyright 2017 by Klaus Schörner / www.bonnescape.de

Werbung



Wenn Dir die Berichte auf bonnescape.de gefallen, kannst Du gern den nachfolgenden Link für Deinen nächsten Einkauf bei Amazon verwenden, unabhängig davon, was Du kaufst. Das bleibt ohne Auswirkungen auf Deinen Kaufpreis, aber bonnescape.de erhält dafür eine gigantische ;-) Provision, die in die Finanzierung dieser Seite einfliesst. Vielen Dank.


Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Andreas F (Dienstag, 31 Januar 2017 13:08)

    sehr interessante Tasche!!! Wie sieht das bei den Abmessungen einer D3 und eines 17" MBP aus? könnte das passen?

  • #2

    Klaus (Dienstag, 31 Januar 2017 18:20)

    Hallo Andreas,
    eine D3 passt in die schmale, also unvergrösserte Tasche hinein, wenn nur eine kurze Festbrennweite montiert ist und die Kamera quer hineingesetzt wird. Die vergrösserte Tasche bietet natürlich mehr Optionen, Du müsstest dann aber für eine geeignete Polsterung sorgen, da der Innencase nur die schmale Form unterstützt. Das 17er Macbook Pro dürfte 2-3 cm zu lang sein.
    Gruß
    Klaus / www.bonnescape.de